Museums-Geschichte

Die Kirchgaden in Gochsheim zählen zu den wenigen noch erhaltenen Kirchenburgen in Unterfranken. Sie stammen aus dem 13./14. Jahrhundert und dienten neben ihrer Funktion als Wehr- und Zufluchtstätte den Gochsheimer Bauern immer als Aufbewahrungsstätte ihrer Feldfrüchte.
Im Lauf der Jahrhunderte verloren die Gaden an Bedeutung und waren zuletzt dem Verfall preisgegeben. Zur Wahrung des Kulturdenkmals erwarb die Gemeinde schließlich die Kirchgaden und führte eine umfangreiche Gesamtrenovierung durch.

Der Historische Förderkreis Gochsheim-Weyer konstituierte sich am 27. April 1982 und widmet sich seither dem gleichzeitig gegründeten Reichsdorfmuseum. In zahllosen freiwilligen Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder und mit der finanziellen Unterstützung durch die Gemeinde, den Landkreis Schweinfurt wie den Bezirk Unterfranken, der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, den ortsansässigen Sparkassen und Banken und nicht zuletzt durch viele private Spenden aus der Gemeinde konnte dieses Dorfmuseum geschaffen werden. Das Reichsdorfmuseum Gochsheim ermöglicht einen Einblick in das bäuerliche und handwerkliche Leben der vergangenen beiden Jahrhunderte. Die meisten Museumsexponate entstammen privaten Spenden ortsansässiger Bürger oder aus der näheren Region. Im Außenbereich der Gaden wird unser Museum ergänzt von einer Setzerwerkstatt mit Buchbinderei, einer Büttnerwerkstatt und einer Fahrradsammlung.
St. Michael

Kirchgaden mit ev. Kirche
St. Michael