ReichsdorfMuseum

Lieber Museumsbesucher, hier erhalten Sie Informationen zur "Spurensuche in Gochsheims Geschichte", auf die Sie sich im Reichsdorfmuseum begeben können. In 18 Räumen begegnen Ihnen kleinere und größere liebevoll präsentierte Exponate aus der Gochsheimer Vergangenheit. In gesonderten Räumen der Kirchgaden sehen Sie außerdem eine Fahrradausstellung sowie eine Büttner- und Setzerwerkstatt. Ferner zeigen wir Ihnen immer wieder wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen der Gochsheimer Geschichte.
Ein Besuch im Reichsdorfmuseum wird Ihnen in unvergesslicher Erinnerung bleiben. Seien Sie herzlich Willkommen und gehen Sie in unserem Museum auf Spurensuche.

 Reichsdorf Museum

Raum 2: Multimediaraum und Trachten

Das Reichsdorfmuseum präsentiert in einem Multimediaraum eine Reihe von Filmen zur Geschichte von Gochsheim seit 1950. Der Besucher kann hier das Geschehen des Plantanzes ebenso sehen, wie historische Aufnahmen des Gemüseanbaus oder der Gemüseverarbeitung. Daneben sind historische Sprachaufnahmen des Ortsdialekts oder Präsentation zur Geschichte individuell abrufbar.
Im Raum findet sich außerdem eine große Schauvitrine mit Festtagstrachten und dem traditionellen Kopfschmuck der Männer, dem berühmten Gochsheimer Plantanzhut.

Reichsdorf Museum

Raum 3 und 4: Getreide, Brot und Milchverarbeitung

"Alles vom Getreide bis zum Brotbacken" - unter diesem Motto führt Sie die Spurensuche weiter. Sensen und Dreschflegel verdeutlichen ebenso wie ‚Huckelkörbe' und eine Vielzahl kleiner Gegenstände die Mühsal, welche in das Hauptnahrungsmittel investiert werden musste. Der Brotteig wurde in großen Backtrögen geknetet und mittels unterschiedlicher Strohnäpfe dann die Brote geformt. Wie in alter Zeit verwenden wir den Backofen im Gadenbereich noch mehrmals im Jahr an unseren beliebten Brotbacktagen. Von der alltäglichen Milchverarbeitung, vorrangig zu Butter und dem weit haltbareren Käse, zeugen die Milchsiebe und -kannen, Butterfässer und -model, Käsepressen und Milchzentrifugen.

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Raum 5: Hausschlachtung, Marktgänger und Waagen

Die zeittypische Ausstattung einer Hausschlachtung zeigt sich Ihnen im nächsten Raum. Auf dem ‚Schrogen' wurde das Schwein nach dem Brühen mit der ‚Sauschelle' entborstet. Pökelfass, Fettpressen, Messer, eine Hängewaage und weiteres vervollständigen das Ensemble und versetzen Sie zurück in die Vergangenheit. Die Bauern des Ortes boten ihre Ware auf den Märkten des Umlandes an. Die hierzu notwendige Ausstattung waren unterschiedlichste Körbe, verschiedene Waagen, Gewichtsmaße und natürlich die Geldtasche als wichtigstes Utensil.

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Raum 6: Saatbeet und Feldgeräte

Der Ort und seine Bewohner sind tief mit dem Gemüseanbau verwurzelt. Für gröbere Arbeiten brauchte man die Pflüge, Hacken und Gabeln. Daneben sehen Sie die Geräte, die zum Säen auf den Gochsheimer Äckern verwendet wurden. Auf Ihrer Spurensuche entdecken Sie auch einen ‚Mausbohrer'. Die glatten Wände der mit ihm gebohrten Löcher ließen den gefangenen Nagern kein Entkommen mehr.

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Raum 7: Geschirre und Winterarbeit

Sie begegnen hier einem Korbflechter bei einer typischen Winterarbeit. All die Arbeiten die während der Erntezeit hinten anstehen mussten, wurden auf die langen und dunklen Abende der kalten Monate verschoben. Werkzeuge und unzählige alte Utensilien für Holzarbeiten und unterschiedlichste Tätigkeiten können Sie hier finden. Außerdem sind Geschirre und vieles weiteres zu sehen, was im täglichen Umgang mit den Zugtieren unbedingt notwendig war.

Die folgenden Räume einer Schusterwerkstätte, einer Wäscherei und der Kinderwelt führen Sie über in ein nächstes Stockwerk.

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Raum 12: Austragsstube

Auch nach der Übergabe des Hofes blieben die Alten in der Hausgemeinschaft wohnen und verrichteten nach Kräften noch ihre Arbeiten. Eine Rente kannte man noch nicht, so dass die Versorgung vom Hoferben übernommen werden musste. Mit einigen wenigen Möbel- und liebgewordenen Erinnerungsstücken lebte man bis zum Tod in der so genannten Austragsstube.

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Raum 13: Gute Stube

Nur an Sonn- und Feiertagen öffneten sich die Türen zu diesem repräsentativen Zimmer. In unserem Museum sehen Sie ein typisches Kanapee, ein Vertiko, die ‚Staatsdecke' (das Tischtuch) auf dem Tisch, eine schöne Truhe und einen prächtigen Ofen. Im Vorzeigeschrank findet sich noch die ‚feine Wäsche' und das ‚gute Geschirr' für die Festtage des Jahres.

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Raum 14: Wohnküche

Hier verbrachten die früheren Bewohner ihr Alltagsleben. Die Wohnküche war Arbeitsplatz und geselliger Raum zugleich. In unserem Fall sehen Sie eine Fülle von Kücheninventar vor sich ausgebreitet: vom kleinsten einfachen Messer über Töpfe und Pfannen bis hin zu Fleischwölfen und anderem. Bei den Schaustücken können Sie auch erkennen, wie gut durchdacht und gebrauchsoptimiert damals bereits die Werkzeuge waren.

Der weitere Rundgang führt Sie zurück in das Erdgeschoß. Dort finden Sie weitere Museumsbereiche zur Feuerwehr und eine kleine Sammlung zu den beiden Weltkriegen des zurückliegenden Jahrhunderts.
Im Frühjahr 2009 eröffnet im Gadenhof der neu gestaltete Raum "Weinbau". Der früher allerorts übliche Weinanbau hat auch in der Gochsheimer Geschichte seine Spuren hinterlassen. Flur- und Straßennamen haben sich ebenso erhalten wie die zur Weinkelter notwendigen Gerätschaften: Weinpressen, Gärvorichtungen, Fässer, Krüge und die Werkzeuge der einfachen Weinbauern.

Lieber Museumsbesucher,
wir hoffen, Ihnen hat diese erste Spurensuche in unserem Reichsdorfmuseum Freude bereitet. Erzählen Sie ihren Freunden und Bekannten von Ihrer ‚Spurensuche' in Gochsheim. Gönnen Sie sich noch schöne Stunden im Museumskeller im Kreise Ihrer Familie oder mit Freunden und besuchen Sie eine der interessanten Veranstaltungen.

Museumszeiten: von April bis Oktober jeden 1. Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr. Sollten Sie einen anderen Termin wünschen, bitten wir um vorherige telefonische Vereinbarung.
Unsere Museumsführer begleiten Sie dabei gerne auf einem Rundgang. Mit Wissenswertem zu Museumsobjekten und kleinen Anekdoten wird die Vergangenheit wieder lebendig.