Setzerwerkstatt
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Den großen Durchbruch für den Buchdruck erzielte 1450 Johannes Gensfleisch
zur Laden zum Gutenberg. Er lebte von 1400 bis 1468 und gilt als Erfinder
des Buchdrucks mit beweglichen Lettern. Seine Erfindung basiert auf der
Verknüpfung verschiedener Techniken: dem schnellen und einfachen Herstellen
von einzelnen Bleilettern, deren Verwendung in einem übersichtlichen Setzkasten,
dem Zusammenfügen
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der Einzellettern zu einer Gesamtdruckseite und der Konstruktion
einer hölzernen Druckpresse. Johannes Gutenberg wurde von amerikanischen Journalisten
zum ‚Man of the Millennium' ernannt, also zur wichtigsten Person des
zweiten Jahrtausends.
Gutenbergs Erfindung war Voraussetzung für die massenhafte Verbreitung von Information,
die Herstellung absolut identischer Bücher und die exakte Reproduktion von Wissen. Die
wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Auswirkungen seiner Erfindung bilden
die Basis der modernen Informationsgesellschaft. Das Prinzip des Buchdrucks mit Bleilettern
war bei zunehmender Mechanisierung bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts der
Standard. Erst Fotosatz und Offsetdruck führten zur Ablösung der alten Hochdrucktechniken.
Über Jahrhunderte hinweg waren die ‚Ritter der schwarzen Zunft' stolz auf ihren Beruf und
ihre bemerkenswerten Leistungen. In der Setzerwerkstatt mit angrenzender Buchbinderei des
Reichsdorfmuseums Gochsheim soll das alte Handwerk mit seiner Tradition erhalten bleiben.
Büttnerwerkstatt
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Das Handwerk des Büttners, auch als Küfer, Weißbinder oder Böttcher bezeichnet, war die
schweißtreibende Handarbeit der Fassherstellung. Am Anfang stand die Auswahl und der
Schnitt der ‚Fassdaubenhölzer'. Die konischen Fassdauben wurden ohne Leim und Nägel,
allein durch die aufgezogenen Fassreifen zusammengefügt. Durch Erhitzen, Wasserdampf und
dem gleichzeitigen Aufziehen neuer Fassreifen erhielt das Fass dann seine endgültige Form.
In der Büttnerwerkstatt wird eine kleine Sammlung von Fässern und Werkzeugen gezeigt.
Die uralte Kunst wird heute nur noch vereinzelt ausgeübt und ist seit dem Aufkommen der
Edelstahl- und Kunststofffässer vom Aussterben bedroht.
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Museumszeiten: von April bis Oktober jeden 1. Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr.
Sollten Sie einen anderen Termin wünschen, bitten wir um vorherige telefonische Vereinbarung.
Unsere Museumsführer begleiten Sie dabei gerne auf einem Rundgang.
Mit Wissenswertem zu Museumsobjekten und kleinen Anekdoten wird die Vergangenheit wieder lebendig.
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